Ein Gedicht über unser Image in der Gesellschaft
Wir haben keine Lust mehr, immer einzuspringen
Nur weil Ihr es nicht schafft, mehr Personal an Land zu bringen
Wir waren auf den Straßen, haben gekämpft für unser Recht
Doch wurden wir ausgelacht und Ihr behandelt uns weiterhin schlecht

In einer Welt von Kapital geprägt,
Wo jeder nach Anerkennung und Lob nur strebt,
Da gibt es einen Beruf, oft vergessen und still,
die Pflegekraft, die gesehen werden will.

Sie sind diejenigen, die Hände halten in der Not,
Die da sind, pflegen und geben Kraft und Trost.
Sie leisten Großes, doch werden oft vergessen,
als wären ihre Taten nur einfach zu messen.

Doch ihr Ansehen, es ist oft so gering,
als ob ihre Arbeit nichts wert ist, nichts bring´,
Als wären sie nicht diejenigen, die eure Liebsten begleiten,
in schweren Stunden den Weg mit ihnen bestreiten.

Doch wie könnt Ihr so blind sein?
Die Pflegekraft, sie steht schon wieder allein,
um für euch da zu sein, wenn es wieder kracht,
hält sie das System aufrecht, mit all ihrer Macht.

Doch wofür das Ganze, wenn das Geld am Ende nicht reicht?
Für ein Leben, was auch für sie ist leicht.
Denn das Geklatsche tut nichts zur Sache,
denn sie stehen trotzdem allein in der Nacht als Wache.

Wir haben keine Lust mehr, immer einzuspringen,
nur weil Ihr es nicht schafft, mehr Personal an Land zu bringen,
wir waren auf den Straßen, haben gekämpft für unser Recht,
doch wurden wir ausgelacht, und Ihr behandelt uns weiterhin schlecht.

Wir wollen die schönen Seiten unserer Arbeit genießen,
dann müsstet Ihr auch weniger Tränen vergießen,
denn ohne genug von uns sterben eure Lieben,
und wir haben euch oft genug die Stuation beschrieben.

Darum tut nicht überrascht,
wenn hier bald alles zusammenkracht,
wenn eine Pflegekraft nach der anderen geht,
und ihr uns dann hinterherfleht.

Milena Thiemann
Ebru Kevser Cihangir
BAP GP 21/24M

 

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Milena Thiemann
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