In einem unserer vorherigen Artikel hat euch Mareike bereits ihr “Warum” gezeigt. Heute möchte ich ein wenig darüber reden, was mein Warum ist. Ich bin ATA-Azubi und mein Name ist Oli.  

Als ich mich beworben habe, hat vor allem das medizinische Fachwissen in Kombination mit der Arbeit mit Menschen mein Interesse geweckt. Ich hatte vorher die Möglichkeit, mir das Tätigkeitsfeld der Anästhesiepflege anzuschauen und kann es nur jedem von euch empfehlen, der ebenfalls Interesse hat. 

 Was in denn nun mein Warum?

Mein Warum ist der Mensch. 

Der Tag einer Operation ist für die meisten Menschen vermutlich kein guter Tag, sie machen sich tausend Sorgen über die Narkose, den Verlauf und den Ausgang der Operation, zusätzlich zu ihrem ganz normalen Alltagswahnsinn. Wie zum Beispiel: Habe ich alle Weihnachtseinkäufe erledigt? Kümmert sich jemand um meinen Hund? Wie erreiche ich die Menschen, die mir wichtig sind – und erreichen sie mich? Dann kommen auch noch fremde Menschen, die in ihrer grünen Kleidung und mit ihren ebenfalls grünen Hauben, irgendwie alle gleich aussehen und die die Patienten alles dreimal fragen. Nachdem dann zum sechsten Mal bestätigt wurde, das wirklich alle Zähne fest sind, ist es nur verständlich, dass manch Einem zum Weinen zu Mute ist. 

Um zurück zum eigentlichen Thema zu kommen:

Manchmal ist es mir einfach genug, die Menschen mit einem Lächeln einzuschlafen und wieder aufwachen zu sehen. 

Allerdings gibt es bei den Patient*innen genauso viele unterschiedliche Arten, mit der Ausnahmesituation im OP umzugehen, wie es Persönlichkeiten gibt – weswegen es auch nie dasselbe ist. Jemandem die Angst nehmen zu können oder einfach für die Patienten da zu sein, ist für mich der beste Teil meiner Ausbildung und deshalb mein Warum. Auch wenn es natürlich auch nicht zu verachten ist, einfach bei den OPs dabei zu sein, selbst wenn es tatsächlich nicht ganz so Grey`s Anatomy läuft ????. 

Wenn sich einige von euch mittlerweile fragen was ein ATA, beziehungsweise die Anästhesiepflege, denn nun eigentlich genau macht, könnt ihr gleich zu unseren Artikeln über den ersten Tag im ersten Praxiseinsatz und dem allgemeinen Tagesablauf springen und dort einen genaueren Einblick erhalten. 

Ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn ihr vorbeischaut  – bis dahin… 

 Euer Oli 

 

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